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Die Absurdität des Daseins

 

Jürgen Sobkowiak (1970 in Würselen bei Aachen geboren) besaß seit seinen frühesten Kinderjahren eine künstlerische Neigung und beschäftigte sich über viele Jahre hinweg mit dem Zeichnen. Aufgrund einschneidender Lebensereignisse entwickelte er sein Talent jedoch nicht weiter und absolvierte Anfang der 1990er-Jahre eine Ausbildung zum Bürokaufmann. Die Kunst, insbesondere die bildende Kunst, hatte weiterhin einen hohen Stellenwert in seinem Leben. Als er Anfang vierzig war entdeckte er durch die amerikanische Fotokünstlerin Francesca Woodman seine Liebe zur avantgardistischen Fotokunst. Seitdem lebt er seine Leidenschaft aus und arbeitet nebenberuflich als freischaffender Künstler. 

 

Jürgen Sobkowiak erforscht in seinen Arbeiten die Absurdität des menschlichen Daseins. Der Künstler tritt oft selbst im Bildraum auf und bringt seinen Körper in eine skurrile Beziehung mit den räumlichen Gegebenheiten. Er benutzt Keller- und Wohnräume allerdings nicht nur, um sich in Szene zu setzen, sondern führt diese Räumlichkeiten vor und macht sie erfahrbar. Entgegen dem Selfie- und Selbstdarstellungswahn in den sozialen Medien ist der Protagonist auf fast sämtlichen Bildern abwesend: Er ist zwar physisch präsent, verbirgt aber oftmals sein Gesicht oder entzieht sich den Blicken des Betrachters. Möbel, Spiegel sowie bewusst ausgewählte Requisiten ergänzen die diffuse Bildsprache. Durch die groteske Symbiose von Körper, Raum und Objekt wird nicht nur die Wahrnehmung der Wirklichkeit, sondern die Realität selbst in Frage gestellt.

 

Sein künstlerisches Repertoire reicht von der avantgardistischen Fotografie über Collagen bis hin zur performativen Fotografie. Er arbeitet stets alleine, nutzt das Tageslicht als einzige Lichtquelle und gestaltet den akribisch geplanten Bildaufbau nach eigenwilligen Regeln. Zwecks Wahrung der Authentizität verzichtet er auf digitale Nachbearbeitung. Die Bilder werden auf Ilford Barytpapier abgezogen und sind bis auf wenige Ausnahmen (siehe Artsy.net) unverkäuflich.