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Die Absurdität des Daseins

 

Der autodidaktische Fotokünstler Jürgen Sobkowiak (1970 in Würselen bei Aachen geboren) ist eigentlich gelernter Bürokaufmann. Er besaß seit seiner Jugendzeit künstlerische Neigungen und beschäftigte sich mit Zeichnen, Collagen und Fotografie. Aufgrund einschneidender Lebensereignisse begann er erst spät den künstlerischen Werdegang zu intensivieren. Anfang 2010 entdeckte er durch Francesca Woodman und Man Ray seine Liebe zur avantgardistischen Fotokunst. Seitdem lebt er seine Leidenschaft aus und arbeitet nebenberuflich als freischaffender Künstler. 2020 war er für den Malamegi Lab Kunstpreis nominiert. Ausgewählte Arbeiten werden von der BBA Gallery auf der renommierten Kunstplattform Artsy präsentiert.

 

In seinem Hauptwerk erforscht Jürgen Sobkowiak die Absurdität des menschlichen Daseins und stellt dafür die eigene Person ins Zentrum. Der Künstler bringt seinen Körper in eine skurrile Beziehung mit den räumlichen Gegebenheiten und setzt sich mit Wohnräumen, maroden Kellerwänden sowie verschiedenen Alltagsgegenständen auseinander. In der eigentlich heimischen Umgebung wirkt der Protagonist oftmals paralytisch, entgrenzt oder deplatziert. Durch die groteske Symbiose von Körper, Raum und Objekt wird nicht nur die Wahrnehmung der Wirklichkeit, sondern die Realität selbst in Frage gestellt. In weiteren Werkreihen befasst er sich mit Kindheitstraumen, der Introspektion und der Unkunst.

 

Jürgen Sobkowiak arbeitet stets alleine, nutzt das Tageslicht als einzige Lichtquelle und gestaltet den akribisch geplanten Bildaufbau nach eigenwilligen Regeln. Zwecks Wahrung der Authentizität verzichtet er auf digitale Nachbearbeitung. Die Bilder werden auf Barytpapier abgezogen und sind bis auf wenige Ausnahmen unverkäuflich.