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Der Autodidakt Jürgen Sobkowiak (1970 in Würselen bei Aachen geboren) besuchte Ende der 1980er-Jahre die Fachschule für Wirtschaft und Verwaltung und absolvierte anschließend eine Ausbildung zum Bürokaufmann. Schon in jungen Jahren interessierte er sich für Kunst und beschäftigte sich mit Zeichnen, Fotografie und Literatur. Für seine Arbeiten ließ er sich von der englischen Schauerliteratur und vom Surrealismus beeinflussen. Außerdem inspirieren ihn Künstler wie Francesca Woodman und Man Ray. Aufgrund einschneidender Lebensereignisse begann er erst Anfang 2010 mit der Entwicklung seiner eigenen fotokünstlerischen Sprache.

 

2020 war er für den Malamegi Lab Kunstpreis in Italien nominiert. Ausgewählte Arbeiten werden auf der renommierten Kunstplattform Artsy angeboten.

 

Die Fotoarbeiten von Jürgen Sobkowiak erforschen die Untiefen des menschlichen Daseins und zeigen den Versuch der Sinnfindung zwischen Schein und Sein. Der stets schwarz gekleidete Künstler konzipiert absurde und zugleich berührende Schwarz-Weiß-Bilder, in denen er oft selbst als Protagonist im Zentrum der Inszenierung steht. Nicht nur die Wahrnehmung der Wirklichkeit, sondern die Realität selbst wird in Frage gestellt. Die thematische Auseinandersetzung mit Kindheitstraumen, der Verlassenheit und der Ästhetisierung von Alltagsgegenständen komplettieren sein fotografisches Schaffen.

 

Jürgen Sobkowiaks künstlerisches Repertoire reicht von avantgardistischen Fotografien über Collagen bis hin zu handbemalten Fotografien. Er arbeitet stets alleine, nutzt das Tageslicht als einzige Lichtquelle und gestaltet den akribisch geplanten Bildaufbau nach eigenwilligen Regeln. Zwecks Wahrung der Authentizität verzichtet er auf digitale Nachbearbeitung.